Supply-Chain-Resilienz-Barometer
Um was für ein Angebot handelt es sich?
Das Supply-Chain-Resilienz-Barometer ist ein webbasiertes Selbstbewertungstool, mit dem Unternehmen ihre Lieferkettenresilienz (Supply Chain Resilience – SCR) einschätzen können. Es ermöglicht einen einfachen, systematischen Einstieg in die Reflexion der eigenen Resilienzfähigkeiten. Es macht die Selbstwahrnehmung des Unternehmens schnell und strukturiert sichtbar und liefert einfach zugängliche Erkenntnisse. Das Tool entfaltet seinen größten Nutzen bei regelmäßiger Anwendung.
Zum BarometerWozu kann das Supply-Chain-Resilienz-Barometer genutzt werden?
Das Tool dient zur Bewertung der durch das Unternehmen wahrgenommenen Ausprägung zentraler Resilienzfähigkeiten, zum Benchmarking gegenüber Vergleichsdaten und zur Identifikation von Schwachstellen und Handlungsfeldern in Bezug auf die eigene Lieferkettenresilienz. Es unterstützt dabei, direkte und indirekte Maßnahmen sowie Strategien zur Verbesserung der SCR abzuleiten und bei regelmäßiger Anwendung die Entwicklungen über die Zeit nachzuverfolgen. Bewertet werden die folgenden Fähigkeiten:
- Risikobewusstsein und Notfallplanung: Beschreiben die Fähigkeit eines Unternehmens, die Risiken des eigenen Wertschöpfungsnetzwerks systematisch zu identifizieren und geeignete Notfallpläne zu entwickeln.
- Stabilität: Beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, eine stabile Finanz- und Wettbewerbsposition sowie verlässliche Strukturen und Prozesse aufzubauen, um die Auswirkungen von Disruptionen abzufedern.
- Sichtbarkeit und Transparenz: Beschreiben die Fähigkeit eines Unternehmens, die eigene Organisation sowie das Wertschöpfungsnetzwerk und Umfeld zu überblicken und auftretende Störungen frühzeitig zu erkennen.
- Flexibilität und Agilität: Beschreiben die Fähigkeit eines Unternehmens, sämtliche Bereiche der Organisation kurzfristig mit geringem Zeit‑ und Ressourcenaufwand an eine Störung anzupassen.
- Anpassungsfähigkeit: Beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, die eigenen Strukturen und Prozesse sowie die des Wertschöpfungsnetzwerks langfristig so zu verändern, dass es dynamischen Veränderungen angemessen begegnen kann.
- Redundanz: Beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, gezielt geplante Überkapazitäten bei Beständen und Lieferanten aufzubauen, um die Auswirkungen von Disruptionen abzufedern.
- Zusammenarbeit: Beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, sich gemeinsam mit anderen Akteuren des Wertschöpfungsnetzwerks auf Störungen vorzubereiten, angemessen auf diese zu reagieren und sie zu bewältigen.
Wer ist die Zielgruppe?
Das Supply-Chain-Resilienz-Barometer richtet sich an Personen aus produzierenden Unternehmen, insbesondere an Fach- und Führungskräfte aus Einkauf, Produktion, Supply Chain Management, Risikomanagement und Unternehmensführung, die ihre Lieferkettenresilienz strukturiert einschätzen und weiterentwickeln möchten.
Wie ist das Supply-Chain-Resilienz-Barometer anzuwenden?
Empfehlungen zur Anwendung
Der volle Nutzen des Tools entsteht durch eine regelmäßige Anwendung (Empfohlener Bewertungszyklus: 6 Monate). Zudem empfehlen wir, unterschiedliche Unternehmensperspektiven einzubeziehen, damit die Ergebnisse als Diskussionsgrundlage zwischen Abteilungen genutzt werden können. Besonders sinnvoll ist daher ein Vorgehen mit mehreren Beteiligten aus Einkauf, Produktion, Supply Chain Management und Unternehmensführung. Der Mehrwert entsteht sowohl durch das gemeinsame Bearbeiten des Tools als auch durch eine separate Bearbeitung und mit anschließender Diskussion der Ergebnisse.
Kontakt
Patrick Fomferra
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Hochschule Karlsruhe (HKA) – Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN)
