Quellen-Steckbriefe
Um was für ein Angebot handelt es sich?
Die Sammlung der Quellen-Steckbriefe ist eine praxisorientierte Anwendungshilfe für externe Informationsquellen, die Unternehmen zur Frühwarnung und Erkennung von Störungen nutzen können. Jeder Steckbrief erläutert, welchen Bereich eine Quelle abdeckt, welche Warnsignale und Indikatoren sie bereitstellt, wie häufig sie aktualisiert wird, wie auf sie zugegriffen werden kann und wie sich ihre Informationen in betriebliche Überwachungs- und Entscheidungsprozesse einbinden lassen.
Die Quellen-Steckbriefe decken ein breites Spektrum an möglichen Störungen in der Lieferkette ab. Dazu gehören Naturgefahren, extreme Wetterereignisse, politische Gewalt und Konflikte, Streiks und andere Arbeitskonflikte, Unternehmensrestrukturierungen, handelspolitische Veränderungen, Probleme in der Seelogistik sowie Engpässe oder Obsoleszenz bei elektronischen Bauteilen. Die Sammlung erläutert außerdem die Stärken und Grenzen der jeweiligen Informationsquellen und zeigt Beispiele für ihren möglichen Einsatz in einem betrieblichen Frühwarnsystem.
Zu den SteckbriefenWozu können die Quellen-Steckbriefe genutzt werden?
Die Quellen-Steckbriefe helfen Unternehmen dabei, externe Informationsquellen zu identifizieren und auszuwählen, die für ihre eigenen Lieferketten und ihr betriebliches Umfeld relevant sind. Die Sammlung unterstützt Unternehmen dabei:
- Externe Entwicklungen zu erkennen, die Lieferanten, Unternehmensstandorte, Beschäftigte, Transportwege, Infrastrukturen, Märkte oder kritische Materialien und Bauteile beeinträchtigen könnten.
- Zu verstehen, welche Indikatoren frühzeitig auf eine bevorstehende Störung hinweisen können.
- Signale wie Warnstufen, Ereigniszahlen, Prognosen, Transportverzögerungen, Hafenüberlastungen, Streiks, Restrukturierungsankündigungen, Zölle, Exportbeschränkungen, Bestände, Lieferzeiten und Bauteilobsoleszenz zu interpretieren.
- Informationsquellen hinsichtlich ihrer geografischen und thematischen Abdeckung, Aktualisierungshäufigkeit, Zugangsbedingungen, Datenformate, Stärken und Grenzen zu vergleichen.
- Externe Warnsignale mit den eigenen Lieferanten, Standorten, Transportwegen, Produkten, Materialien und anderen kritischen Abhängigkeiten zu verknüpfen.
- Überwachungsprioritäten, Warnschwellen, Eskalationsprozesse und geeignete Reaktionsmaßnahmen festzulegen.
- Maßnahmen wie die Kontaktaufnahme mit betroffenen Lieferanten, die Überprüfung des Betriebsstatus, die Erhöhung von Beständen, die Identifikation alternativer Bezugsquellen, die Umleitung von Transporten, die Anpassung der Produktionsplanung, die Verstärkung von Sicherheitsmaßnahmen oder die frühzeitige Kommunikation möglicher Verzögerungen zu unterstützen.
- Informationen, sofern technisch möglich, über Programmierschnittstellen, Datenfeeds, Downloads oder interne Dashboards einzubinden.
Wer ist die Zielgruppe?
Die Quellen-Steckbriefe richten sich vor allem an produzierende Unternehmen und andere Organisationen mit mehrstufigen und geografisch verteilten Lieferketten. Sie sind insbesondere für Beschäftigte und Führungskräfte aus dem Lieferkettenmanagement, Einkauf und Beschaffung, Logistik und Transportmanagement, Risikomanagement, Business Continuity Management, Produktions- und Bestandsplanung, Compliance, Sicherheit, Personalwesen und der Produktentwicklung relevant.
Die Sammlung eignet sich außerdem für Unternehmen, die erstmals ein Frühwarnsystem aufbauen und Orientierung darin benötigen, welche externen Informationsquellen verfügbar sind, welche Informationen diese bereitstellen und wie sie betriebliche und strategische Entscheidungen unterstützen können.
Wie sind die Quellen-Steckbriefe anzuwenden?
Hinweise zur Anwendung
Die Quellen-Steckbriefe bieten eine Orientierung für die Auswahl und Nutzung externer Informationsquellen. Sie ersetzen jedoch keine unternehmensspezifische Risikobewertung. Da sich die Quellen hinsichtlich ihrer Abdeckung, Aktualität, Genauigkeit und Zuverlässigkeit unterscheiden, sollten wichtige Entscheidungen auf Grundlage einer Kombination aus externen Informationsquellen, internen Unternehmensinformationen und der direkten Kommunikation mit Lieferanten und Logistikpartnern getroffen werden.
Quellen-Steckbriefe
Kontakt
Kartik Tambe
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Hochschule Karlsruhe (HKA) – Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN)

